kritiken
 

"Ich bin tief bewegt von diesem Werk", schreibt Film-kritiker Knut Elstermann. "Es ist eine Demontage bürger-licher Existenz und damit zugleich ein Stück deutscher Nachkriegsgeschichte."

"Aus seiner Recherche hat Jan Schmitt", urteilt Peter Müller im Wiesbadener Kurier, "ein aufwühlendes Dokumentarstück montiert, das von Leid, Kindheits-traumata und sexuellem Missbrauch erzählt. Ein Film, der ihm durch seine (journalistische) Distanz die Nähe zum Geschehen erst möglich macht, der leise aufräumt statt abzurechnen, der emotionalisiert und einen unglaublichen Sog ausübt, ein Plädoyer gegen das Schweigen, für das Hinsehen formuliert."

 

"Es ist ein wichtiger Film", meint Martina Burandt im Weser-Kurier, "weil er das Schweigen über sexuellen Missbrauch bricht und sich mit den Folgen ausein-andersetzt. Darüber hinaus macht er deutlich, wie sehr Familiengeheimnisse weiterwirken und die betroffenen Menschen schädigen können".

"Arnold Böcklins Bild "Die Toteninsel" zählt ohne Zweifel zu den berührendsten Kunstwerken, die sich mit dem Tod oder der Sehnsucht danach auseinandersetzen. Und so ist es mehr als folgerichtig, dass dieses Bild am Anfang des Films von Jan Schmitt steht. Denn der freiwillige Tod seiner eigenen Mutter vor elf Jahren und die Suche nach den Gründen stehen im Mittelpunkt eines zutiefst bewegenden Films, der zugleich ein wehmütiges Requiem, ein zärtlicher Nachruf und eine wütende Anklage ist." Das schreibt Joachim Kurz in seiner Rezension im Internetportal kino-zeit.de für Arthaus-Film und Kino (mehr).

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